Darwin hat vorausgesehen, dass über unzählige Millionen Jahre unverändert gebliebene Lebensformen ein großes Problem für seine Theorie darstellen würden, und er hat dies verschiedentlich erwähnt. Er selbst hat diese besonderen Lebensformen lebende Fossilien genannt.
Der evolutionistische Paläontologe Peter Douglas Ward hebt dieses Problem Darwins hervor:
Darwins zentraler Lehrsatz war, dass sich die meisten Organismen im Lauf der Zeit verändern. Doch veränderten sie sich alle gleichzeitig, oder variierte die Veränderungsrate? Darwin war sich sicher, dass sie variierte, denn er konnte auf viele Kreaturen verweisen, die den Fossilien, die er gesehen hatte, sehr ähnlich waren, mache davon stammten in der Tat aus sehr alten Schichten. Darwin sah sich diesem Problem mehrere Male gegenüber. Obwohl er mit seiner Erklärung in Der Ursprung der Arten zufrieden zu sein scheint, legt die Tatsache, dass er die Aufmerksamkeit des Lesers mehrfach auf diese lebenden Fossilien lenkt, nahe, dass er sich nicht so recht wohl fühlte angesichts dieses Phänomens. So schreibt er zum Beispiel: In manchen Fällen scheinen gering organisierte Formen bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben zu sein, da sie beschränkt waren auf bestimmte Nischen, in denen sie weniger hartem Wettbewerbsdruck ausgesetzt waren und in denen ihre geringe Zahl die Möglichkeit vorteilhafter Variationen bremste. Gleichwohl war er weiterhin beunruhigt von der Existenz von lebenden Fossilien – ein Ausdruck, den er übrigens selbst geprägt hatte – was seinen zahlreichen Kritikern Argumente gegen ihn lieferte.12
Dieser in Deutschland gefundene fossilisierte Frosch ist 49 Millionen Jahre alt, und er ist identisch mit Fröschen, die heute leben. |
Mag Darwin sich bereits unwohl gefühlt haben bei dem Gedanken an lebende Fossilien, so konnte er sich deren Zahl kaum bewusst sein, und er konnte auch nicht wissen, wie viele in zukünftigen Jahren ans Tageslicht kommen würden. Spätere Jahre produzierten ständig neue Exemplare lebender Fossilien anstelle der von Darwin erwarteten Übergangsformen, was sich als große Enttäuschung für seine Theorie herausstellte.
Konfrontiert mit diesem Fossil eines Katzenhais, der vor 95 Millionen Jahren lebte und identisch ist mit heutigen Katzenhaien, haben die Darwinisten keine Alternative, als einzugestehen, dass ihre Theorien lediglich Produkte ihrer Phantasie sind. |
Diese Stabilität im Fossilienbestand, die sich Darwin nicht erklären konnte, konnte auch von denen, die nach ihm kamen, nicht erklärt werden. Anfangs behaupteten die Evolutionisten, dass beispielsweise 350 Millionen Jahre alte Schaben sich deswegen nicht verändern würden, weil sie in praktisch allen Umgebungen überleben und sich auf verschiedene Weise ernähren könnten.
Doch Evolutionisten diskutierten kaum die Frage, wie ein solches Insekt vor 350 Millionen Jahren überhaupt entstanden sein könnte, mit all seinen komplexen Eigenschaften, und das zu einer Zeit, die den Evolutionisten zufolge nur äußerst primitive Lebensformen erlaubte. Sie ignorierten absichtlich die Tatsache, dass dieses Insekt sich – der Evolutionstheorie zufolge – schrittweise entwickelt haben musste, ganz gleich wie gut es an seine Umgebung angepasst war.
Die in den vergangenen 150 Jahren überall auf der Erde durchgeführten Ausgrabungen haben nicht ein einziges Fossil zutage gefördert, das die Evolutionstheorie stützen würde. Alle ausgegrabenen Fossilien bestätigen die Tatsache der Schöpfung. |
Das ist der Grund, warum Evolutionisten nur einigen wenigen lebenden Fossilien Bedeutung beimessen. Unwissenschaftliche, unlogische und inkonsistente Bewertungen sind nichts Ungewöhnliches für Evolutionisten. Würde allen lebenden Fossilien dieselbe Bedeutung beigemessen, wäre es weder möglich, noch glaubwürdig, für die Existenz jedes Einzelnen eine andere Erklärung zu finden.
Das Magazin New Scientist beschrieb das permanente Bedürfnis der Evolutionisten nach immer neuen Erklärungen und deren regelmäßige Erfolglosigkeit: Evolutionäre Zwänge können die hartnäckige Existenz lebender Fossilien nicht erklären. In dem Magazin heißt es weiter:
All das vermittelt ein eher kompliziertes Bild im Allgemeinen und im Besonderen. Lebe kurz oder lang. Einfach oder nicht einfach. Sei zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wenn all das nicht klappt, werde zu einer Super-Spezies, gesegnet mit einer Physiologie, die schlicht alles aushalten kann.13Anders gesagt: Die Evolutionisten sind bereit, das Phänomen der lebenden Fossilien allen möglichen Gründen zuzuschreiben, nur einem nicht – der Schöpfung. Falls alle Erklärungen nicht tragfähig sind, dann sehen sie einen bestimmten Organismus ganz einfach als Super-Spezies an, wie im New Scientist beschrieben. Das einzige, was für einen Darwinisten völlig undenkbar ist, ist zuzugeben, dass die fragliche Lebensform erschaffen worden ist.
Diese inkonsistenten Behauptungen – die schon Darwin zu verdecken versuchte und die von heutigen Darwinisten gar nicht erwähnt werden – sind angesichts der außergewöhnlich hohen Zahl an Fossilien, die den Stillstand des Fossilienbestandes demonstrieren, vollständig widerlegt. Es gibt mehr lebende Fossilien, als die Evolutionisten Szenarien erfinden können, und sie weisen klar darauf hin, dass es Evolution nie gab.
Der Evolutionstheorie zufolge ging einst ein an einen Wolf erinnerndes Tier ins Meer, und seine Nachkommen wurden im Verlauf von 50 Millionen Jahren zu gigantischen Meeressäugern, den Walen.14 Wenn, trotz der offensichtlichen Unlogik dieser Vorstellung, die Evolution einen Landsäuger in einer nach geologischen Maßstäben relativ kurzen Zeit in einen Wal verwandeln kann, wie konnte dann ein Salamander 160 Millionen Jahre lang unverändert bleiben? Kein Evolutionist hat eine wissenschaftliche Antwort auf diese Frage.
Doch das gilt nicht nur für den Salamander, sondern für zahllose weitere Arten und alle lebenden Fossilien. In späteren Kapiteln dieses Buches werden Sie derartige Exemplare sehen. Zahllose Arten bestätigen die Stabilität im Fossilienbestand, wie der evolutionistische Paläontologe Niles Eldredge vom Amerikanischen Museum für Naturgeschichte feststellt:
Der Stillstand ist nunmehr als herausragendes paläontologisches Muster reichlich dokumentiert in der Evolutionsgeschichte der Arten.15
Ein 125 Millionen Jahre altes Schabenfossil versetzt der Evolutionstheorie einen schweren Schlag, denn diese behauptet, die Lebewesen befänden sich in einem Prozess ständiger Entwicklung. Diese Tiere jedoch blieben über Millionen Jahre unverändert. |
Die Klassifizierung eines Organismus als lebendes Fossil hängt ab von dem Maß an Ähnlichkeit, das der Betrachter an lebenden und fossilisierten Kreaturen sucht. Definiert man anhand allgemeiner Merkmale der Organismen, beispielsweise bei Schwämmen oder bei Farnen und selbst bei spezifischen Gruppen von Farnen, dann, so sagt Niles Eldredge, ist bei Verwendung eines solchen Maßstabs praktisch alles ein lebendes Fossil.17 Obman eine Definition nun so weit fasst oder nicht, man ist auf der sicheren Seite, wenn man feststellt, dass lebende Fossilien nicht selten sind.18Zweifellos kann das Auftauchen dieser Lebensformen in großer Zahl keine Überraschung sein für einen rational denkenden Menschen. Wenn die Menschen sehen können, dass Gott alle Lebewesen erschaffen hat, dann können sie auch die Beweise verstehen, die sich im Fossilienbestand manifestieren. Die Organismen haben sich nicht entwickelt in der Geschichte des Lebens, sondern sie tauchten plötzlich und mit komplexen und perfekten Eigenschaften auf.
Dieses 110 Millionen Jahre altes Fossil eines Skorpions und das 108 bis 92 Millionen Jahre alte Fossil eines Grashüpfers zeigen, dass diese Kreaturen über Dekaden von Millionen Jahren dieselben Strukturen beibehalten haben und dass keinerlei Veränderung erfolgte. Das heißt, für sie gab es keine Evolution. |
Simple Extrapolation funktioniert hier nicht. Das habe ich in den 60er Jahren herausgefunden, als ich vergeblich versucht habe, Beispiele langsamer, zielgerichteter Veränderungen zu dokumentieren, von denen wir alle annahmen, es gebe sie, seitdem Darwin uns lehrte, die natürliche Auslese müsse exakt solche verräterischen Spuren hinterlassen haben, die wir finden würden, wenn wir unsere Fossilien aus den Felsen holen. Stattdessen fand ich, wenn eine Art im Fossilienbestand einmal aufgetaucht ist, tendiert sie kaum zu Veränderungen. Es ist klar ersichtlich, dass die Arten unerschütterlich resistent bleiben gegenüber dem Zufall.19All dies zeigt, dass die Behauptungen der Evolutionisten über Beweise im Fossilienbestand, den Evolutionsprozess, und graduelle oder sprunghafte Veränderungen der Lebewesen pure Spekulation sind. Niemand, der die Fakten anschaut, kann die Schlussfolgerungen Darwins glauben – spekulative Behauptungen, die sich in den folgenden Kapiteln in Luft auflösen werden.
Pierre-Paul Grassé, der weltberühmte französische Zoologe und Evolutionist, macht den Irrtum der Evolutionstheorie in dieser Frage deutlich:
Die Evolution in Action von J. Huxley und anderen Biologen besteht ganz einfach aus der Beobachtung demographischer Fakten, lokaler Fluktuationen von Genotypen und geographischer Verteilungen. Oftmals sind die besagten Arten über Jahrhunderte praktisch unverändert geblieben! Durch die Umstände bedingte Fluktuationen, auch wenn sie mit der Modifikation des Genoms einhergehen, implizieren nicht Evolution, und wir haben greifbare Beweise dafür bei vielen panchronischen Arten [i.e. lebende Fossilien, die über Millionen Jahre unverändert geblieben sind]...20
Die Evolutionstheorie kann die Entstehung des Lebens nicht erklären, und genauso hilflos ist sie angesichts der Artenvielfalt. |
Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus. Bis heute wurden Millionen Fossilien entdeckt, und weitere Tausende werden immer noch in Großbritannien, im Libanon, in Russland, Kanada, Madagaskar, China, den USA, Brasilien, Peru und auf der ganzen Welt ausgegraben. Diese Fossilien werden in den Museen der Welt aufbewahrt oder in den Privatsammlungen von Wissenschaftlern. Ganz gleich, wie die Evolutionisten diese Fossilien auch verfälschen, bevor sie sie der Öffentlichkeit zeigen oder wie oft sie versuchen, den größten Teil des Fossilienbestandes von den Augen des Publikums fernzuhalten, sie können die Fakten nicht mehr länger verbergen. Folgendes sind die Fakten:1. Das Leben ist nicht in verschiedenen Stadien entstanden. Alle Arten, lebende und ausgestorbene erschienen plötzlich im Fossilienbestand. 2. Die Organismen haben sich nie verändert, seit sie zum ersten Mal auf der Erde erschienen sind. |
Darwinisten können nicht ein einziges Fossil vorweisen, an dem sich zeigen ließe, dass sich das Leben entwickelt hat. Doch mittlerweile zeigen die Millionen in den Museen ausgestellten und zum großen Teil in deren Kellern verborgenen Fossilien sowie die Fossilien in den paläontologischen Abteilungen der Universitäten und die in Privatsammlungen befindlichen Fossilien, dass das Leben erschaffen wurde. Angesichts der steigenden Zahl dieser unverändert gebliebenen Fossilien haben die Evolutionisten keine andere Alternative, als zu akzeptieren, dass Fossilen die Evolutionstheorie nicht unterstützen. Tatsächlich geben viele Evolutionisten jetzt zu, dass der mittlerweile riesige Fossilienbestand keinen Hinweis auf Evolution liefert, sondern, dass er im Gegenteil die Evolutionstheorie widerlegt. Professor T. Neville George von der Universität Glasgow gehört zu ihnen: Man braucht sich nicht weiter für den unzulänglichen Fossilienbestand zu entschuldigen. In gewisser Weise ist er fast unermesslich reichhaltig, und die Klassifizierung hält mit der Geschwindigkeit der Entdeckung neuer Funde nicht SchrittÅc Trotzdem scheint der Fossilenbestand im Wesentlichen aus Lücken zu bestehen. (T. Neville George, Fossils in Evolutionary Perspective, Science Progress, Band. 48, Januar 1960, S. 1) |